UNVERGESSEN-Dokumentation

Nach dem schrecklichen Amoklauf am Olympiaeinkaufszentrum am 22. Juli 2016 fokussierte sich die Berichterstattung in den Medien auf den Täter und seine Hintergründe. In der Dokumentation „Unvergessen“ berichten die Filmemacher von MovieJam Studios über die Helfer, Angehörigen und Opfer: Wer waren diese Menschen? Was hatten sie vor? Was hatten sie erreicht? Warum mussten sie sterben? Durch das junge Alter können sie eine einzigartige Verbindung zu den gleichaltrigen Opfern herstellen, da diese oft die dieselben Träume, Hoffnungen und Wünsche hatten.Mit Hilfe von Angehörigen wie Maragreta Zabergja, H. Leyla, engen Freunden wie Yannick Richter und Beamten wie dem Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins erzählen die jungen Macher des Films die Geschichten einiger Opfer, sowie die ergreifende Geschichte des Tatabends.

UNVERGESSEN – ein anderer Blick auf die Geschehnisse des 22.07.2016.

BEDEUTUNG DES THEMAS

Durch den emotionalen Inhalt des Films war es uns wichtig, dass der Film möglichst genau die Opfer des Amoklaufs darstellt und den Täter nicht erwähnt. So ist es uns gelungen den gesamtgesellschaftlichen Konsens über die Schuld des Massenmörders, aber gleichzeitig die Kontroverse über sein Motiv aufzugreifen.

Das bayrische Landeskriminalamt nennt als Motiv des Täters das Mobbing in der Schule und seine psychischen Probleme. Im Prozess gegen den Waffenhändler Phillip K., der dem Mörder seine Waffe verkaufte wird über diese Schuld gestritten.

Im Film wird klar, dass wir der Meinung sind, dass der Massenmörder des OEZ diese Tat mit einem rechtsextremen Hintergrund begangen hat. Das LKA hat dabei – möglicherweise mit politischer Motivation – Fakten vorenthalten und frisiert. Das Thema verliert zudem aufgrund der weiterhin stattfindenden Jahrestage, sowie Berichterstattung über den Prozess seine Aktualität nicht.

PREMIERE DES FILMS

Der Film UNVERGESSEN wurde erfolgreich im Mathäser Filmpalast in München vor 400 Personen uraufgeführt. Die Veranstaltung mit Buffet und Sektempfang wurde durch das Kulturamt der Landeshauptstadt München unterstützt. Es lag daher auch Informationsmaterial aus, das zu einem intensiven Diskurs über das Thema durch die Zuschauer vor dem Film führte. Nach einigen einleitenden Worten durch den Produzenten Alexander Spöri und den Regisseur Luca Zug und der Aufführung des Films wurde den Zuschauern die Möglichkeit geboten selbst über ihre Erlebnisse am Tag des Attentats zu sprechen. Dabei wurde auch Lob für die Filmemacher ausgesprochen.

ÖFFENTLICHE REAKTION

Die öffentliche Reaktion besonders im Vorfeld der Premiere und nach der Veröffentlichung des Trailers war von großer Reichweite gekennzeichnet. Besonders Einblicke in den Dreh- und Schnittalltag waren populär. In der Presse wurde die Produktion vielmals über mehrere Monate erwähnt. Einige Journalisten nannten den Film ein „tief berührendes, unvergessliches Werk“ und ein „filmisches Denkmal für die Ewigkeit“. Persönlich wurden wir von vielen Beglückwünschungen und Danksagungen der Zuschauerschaft und Angehörigen überrascht, während in den sozialen Medien oftmals die Frage nach einer Veröffentlichung des Films gestellt wurde.

Sponsoren, die den Film ermöglichten:

Rodney Sewell Filmproduktion

Amadeu Antonio Stiftung

Münchner Filmwerkstatt

Mathäser Filmpalast

Medienzentrum München

Andreas Schönhofen

Sam Batat

Avid Technologies Inc.

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